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Fischartenschutz

Unser Programm konzentriert sich auf die in Baden-Württemberg ursprünglich heimischen fernwandernden Fischarten. Mit der Öffnung der Fischwanderwege und der Renaturierung der Programmgewässer verbessern wir durch unsere Arbeit darüber hinaus den Lebensraum für sämtliche Lebewesen unserer Fließgewässer.

Zielarten

Lachs
Lachs
Meerforelle
Meerforelle
Meerneunauge
Maifisch
Europäischer Aal
Flussneunauge

Wir fördern hauptsächlich die Wiederansiedlung dieser fünf Zielarten. In den Gewässern Baden-Württembergs sind ursprünglich acht Wanderfischarten heimisch. Wanderfische verbringen Teile ihres Lebenszyklus im Meer und im Süßwasser. Zu ihnen zählen mit der Flunder und dem Aal zwei Arten, die sich im marinen Bereich fortpflanzen und dazu gewässerabwärts gerichtete Laichwanderungen durchführen (katadrome Arten). 

Die anderen sechs Arten, Lachs, Meerforelle, Maifisch, Meerneunauge, Flussneunauge und Stör pflanzen sich dagegen im Süßwasser fort und steigen hierzu aus dem Meer in die Flüsse auf (anadrome Arten). Mit Ausnahme des Europäischen Störs, der im gesamten Rheinsystem ausgestorben ist, können alle Wanderfischarten auch heute im Oberrheingebiet nachgewiesen werden. Unser regionales Wanderfischprogramm beschränkt sich auf die heute auftretenden anadromen Arten.

Warum nicht alle heimischen Fischarten?

Für den Stör sind im Moment in Baden-Württemberg keine sinnvollen Wiedereinbürgerungsmaßnahmen ersichtlich. Die Anforderungen an den Lebensraum des Atlantischen Störs sind so hoch, dass zahlreiche Nutzungen an den Gewässern aufgegeben werden müssten. Für den Aal gibt es ein separates Schutzprogramm der Europäischen Union. Zudem ist der Europäische Aal mit Wirkung vom 13. März 2009 in den Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens und zur Umsetzung in Anhang B der EU-Artenschutzverordnung als besonders geschützte Art aufgenommen worden (CITES). Erwerb und Vermarktung von Aalen unterliegen damit weltweit besonderen artenschutzrechtlichen Bestimmungen. Die Flunder war im Oberrheingebiet schon in historischer Zeit selten und wird heute auch ohne spezifische Fördermaßnahmen zwar vereinzelt aber regelmäßig nachgewiesen.