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Aktueller Stand

Im Kinzigsystem ist bereits wieder ein reproduktiver Lachsbestand vorhanden, der aber durch Besatzmaßnahmen noch weiter unterstützt werden muss.

Hinsichtlich der anderen Programmgewässer befindet sich das baden-württembergische Wanderfischprogramm bei Lachs und Meerforelle in der Phase regelmäßig auftretender Rückkehrer und erster Reproduktionsnachweise:

Beobachtung aufsteigender Lachse und Meerforellen in:

  • Neckar
  • Alb
  • Murg
  • Rench
  • Elz
  • Auegewässer entlang des Oberrheins
  • Alter Rhein

Angelegte Laichgruben und/oder Junglachse aus natürlicher Fortpflanzung in:

  • Rhein
  • Alb
  • Murg
  • Auegewässer entlang des Oberrheins
  • Elz

 Aus dem Meer zurückgekehrte Maifische konnten in Rhein und Neckar festgestellt werden. Im frei fließenden Oberrhein findet zudem nachweislich eine natürliche Fortpflanzung von Maifischen statt.

 Nachweise von anadromen Neunaugen bestehen in:

  • Neckar (Fluss- und Meerneunaugen)
  • Rhein unterhalb Iffezheim (Fluss- und Meerneunaugen, mit Fortpflanzungserfolgen beider Arten)
  • Alb (Fluss- und Meerneunaugen, mit Fortpflanzungserfolgen beider Arten)
  • Murg (Fluss- und Meerneunaugen, mit Fortpflanzungserfolgen beider Arten)
  • Kinzig (Meerneunaugen mit erfolgreicher Fortpflanzung)

Bisherige Fortschritte

Fischaufstiegsanlage an der Rench
Fischaufstiegsanlage an der Rench

Bei der Öffnung der Wanderwege konnten in den Programmgewässern bereits große Fortschritte erreicht werden. Die in nahezu allen Programmgewässern nahe der Mündung vorhandenen Wehre wurden inzwischen durchgängig gestaltet. Es liegen jedoch im Mittellauf häufig noch "Schlüsselbarrieren" vor, so dass die flussaufwärts davon erzielten Verbesserungen ihre Wirkung noch nicht entfalten können. Da auch die notwendigen Kontrollstationen an den unteren Wehren noch nicht angelegt oder in Betrieb genommen werden konnten, ist bisher keine zuverlässige Erfassung der zurückkehrenden Wanderfische in die Rheinzuflüsse möglich. Die heute vorhandenen Nachweise sind daher meist zufällig entstanden. Wir gehen davon aus, dass mehr Fische in die Programmgewässer eingewandert sind als wir bisher festgestellt haben. Im Unterlauf der Kinzig bei Willstätt wurden in den beiden parallel verlaufenden Flussarmen Monitoringstationen gebaut, deren technische Einrichtung im Jahr 2019 vervollständigt wird.

Kontinuierliche Kontrolle

Seit der Inbetriebnahme des Beckenfischpasses an der Rheinstaustufe Iffezheim im Sommer 2000 findet dort eine kontinuierliche Kontrolle des Fischaufstiegs statt. Hierbei wurden bis zum Jahresende 2017 insgesamt 1.422 zurückkehrende Lachse, mehr als 2.100 Meerforellen, über 1.800 Meerneunaugen sowie 308 Maifische nachgewiesen (Ergebnisübersicht Fischpass Iffezheim).

Bei den seit April 2006 laufenden Kontrolluntersuchungen am Fischpass der Staustufe Gambsheim werden diese Arten ebenfalls regelmäßig festgestellt. Bis Ende 2017 stiegen dort 25 Fischarten, davon 696 Lachse und insgesamt mehr als 390.000 Individuen auf (Ergebnisübersicht Fischpass Gambsheim). Dies zeigt, dass die im Rahmen der Wanderfischwiederansiedlung durchgeführten Maßnahmen der gesamten Fischlebensgemeinschaft nützen.

Auch am 2016 in Betrieb genommenen Fischpass der Rheinstaustufe Straßburg werden kontinuierliche Fischaufstiegszählungen durchgeführt. Die Ergebnisse können auf der Website der französischen Association Saumon-Rhin abgerufen werden. Weitere Monitoringstationen an den 2016 und 2018 fertiggestellten Rheinfischpässen bei Kembs und Gerstheim befinden sich zum Jahresbeginn 2019 noch in der Einrichtungsphase.