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 Aktuelles:

23.04.2016 13:40

Murg im Schwarzwald wiederbelebt

Nach 100 Jahren erhält der Fluss auf 7 km einen Mindestabfluss


  • WFBW-Kontakte
  • Geschäftsführer:
  • Reinhart Sosat
  • Goethestraße 9
  • 70174 Stuttgart
  • Tel.: +49 (0) 711 252947-50

Aktueller Stand

Derzeit befindet sich das baden-württembergische Wanderfischprogramm in der Phase regelmäßig auftretender Rückkehrer und erster Reproduktionsnachweise:

Beobachtung aufsteigender Lachse und Meerforellen in

  • Alb
  • Murg
  • Rench
  • Kinzig
  • Elz

Angelegte Laichgruben in

  • Alb
  • Murg
  • Kinzig (hier mit Fortpflanzungserfolgen der Lachse)

Nachweise von Neunaugen (Meer- und Flussneunaugen) in

  • Alb (hier mit Fortpflanzungserfolgen von Fluss- und Meerneunaugen)
  • Murg (hier mit Fortpflanzungserfolgen der Meerneunaugen)
  • Kinzig (hier mit Fortpflanzungserfolgen der Meerneunaugen)

Bisherige Fortschritte

Fischaufstiegsanlage an der Rench
Fischaufstiegsanlage an der Rench

Bei der Öffnung der Wanderwege konnten in den Programmgewässern bereits große Fortschritte erreicht werden. Die in nahezu allen Programmgewässern nahe der Mündung vorhandenen Wehre wurden inzwischen durchgängig gestaltet. Es liegen jedoch im Mittellauf häufig noch "Schlüsselbarrieren" vor, so dass die flussaufwärts davon erzielten Verbesserungen ihre Wirkung noch nicht entfalten können. Da auch die notwendigen Kontrollstationen an den unteren Wehren noch nicht angelegt oder in Betrieb genommen werden konnten, ist bisher keine zuverlässige Erfassung der zurückkehrenden Wanderfische in die Rheinzuflüsse möglich. Die heute vorhandenen Nachweise sind daher meist zufällig entstanden. Wir gehen davon aus, dass mehr Fische in die Programmgewässer eingewandert sind als wir bisher festgestellt haben. Im Sommer 2014 wurde im Unterlauf der Kinzig bei Willstätt eine Kontrollstation in Betrieb genommen.

Kontinuierliche Kontrolle

Seit der Inbetriebnahme des Beckenfischpasses an der Rheinstaustufe Iffezheim im Sommer 2000 findet dort in deutsch-französischer Zusammenarbeit eine kontinuierliche Kontrolle des Fischaufstiegs statt. Hierbei wurden bis zum Jahresende 2014 insgesamt 878 zurückkehrende Lachse, mehr als 1.800 Meerforellen, über 1.500 Meerneunaugen sowie 191 Maifische nachgewiesen (Ergebnisübersicht Fischpass Iffezheim).

Auch bei den seit April 2006 laufenden Kontrolluntersuchungen am Fischpass der Staustufe Gambsheim wurden diese Arten regelmäßig festgestellt. Bis Ende 2014 stiegen dort 25 Fischarten, davon 370 Lachse und insgesamt nahezu 320.000 Individuen auf (Ergebnisübersicht Fischpass Gambsheim). Dies zeigt, dass die im Rahmen der Wanderfischwiederansiedlung durchgeführten Maßnahmen der gesamten Fischlebensgemeinschaft nützen.