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17.12.2011 20:27

Lachs-Laichplätze in Kinzig, Murg und Alb

Lachse wandern wieder in die Fließgewässer von Baden-Württemberg ein


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  • Geschäftsführer:
  • Reinhart Sosat
  • Reitzensteinstr. 8
  • 70190 Stuttgart
  • Tel.: +49 (0) 711 870309-74
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Arbeitsfelder

Die Arbeitsfelder der WFBW unterteilen sich in vier Kategorien:

Bei der Wiederansiedlung des Atlantischen Lachses gliedert sich die Arbeit vor Ort in drei Praxisphasen, die wissenschaftlich begleitet werden:

Phase 1: Vorbereitende Gewässerentwicklung und erster Besatz

Sorgsame Aufzucht der Junglachse für den Besatz
Lachsbrütlinge

In der ersten Phase werden die Grundlagen für die Lachswiederansiedlung geschaffen. Hierzu zählen vor allem die Durchgängigkeit der Gewässer und angemessene Wasserführungen in den Ausleitungsstrecken der Kraftwerke. Parallel hierzu werden Jungfische aus dem französischen Loire-Allier-Gebiet in die Programmgewässer eingesetzt, um dort den Lebenszyklus des Atlantischen Lachses in Gang zu setzen. Einige Jahre danach kehren dann wieder Lachse aus dem Atlantik in die Zielgewässer zurück. 

Phase 2: Bestandsaufbau und Lebensraumverbesserung

Die Fangstation ermöglicht die Entnahme von Rheinlachsen zu Vermehrungszwecken
Fangstation am Fischpass Iffezheim

In den erreichbaren Programmgewässern mit schon zum großen Teil erschlossenen Lebensräumen kann, parallel zur weiteren Lebensraumverbesserung, mit dem eigentlichen Bestandaufbau begonnen werden. In dieser Phase muss der Jungfischbesatz deutlich intensiviert werden. Als Grundlage dienen nun die bereits in das Oberrheingebiet zurückkehrenden Lachse.

Einige Rückkehrer werden jährlich an den Kontrollstationen entnommen.  Ihre Nachkommen werden bis zur Laichreife herangezogen und bilden dann die Elterntiere für einen ausreichend großen Jungfischbesatz in den Gewässern. Zu dieser Vermehrung der zurückkehrenden Rheinlachse ist der Aufbau und Betrieb einer Fischzucht in Baden-Württemberg erforderlich.  

Phase 3: Bestandsförderung durch weitere Gewässerrenaturierung

Umfangreiche Restrukturierungen sind notwendig, um die Lebensräume für Wanderfische herzustellen
Renaturierung der Alb in Karlsruhe

Parallel zur zunehmenden natürlichen Fortpflanzung wird der Jungfischbesatz in der dritten Umsetzungsphase allmählich zurückgenommen. Der wieder vorhandene Lachsbestand wird durch weitere Gewässerrenaturierungen stabilisiert und unterstützt. 

 

 

 

Um das Ziel, die Verbesserung der Gewässer und Wiederansiedlung der Wanderfische zu erreichen, gehen die Umsetzungsphasen ineinander über und werden gewässerspezifisch angepasst. In den einzelnen Zielgewässern können jeweils unterschiedliche Phasen im Mittelpunkt stehen.